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Lange ersehnter Aufschwung

Goldmann Sachs: Die weltweite Musikindustrie wird 2030 131 Milliarden Dollar erwirtschaften

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 07.06.2019

musikmarkt streaming

Goldmann Sachs: Die weltweite Musikindustrie wird 2030 131 Milliarden Dollar erwirtschaften

© Josh Sorenson via Pexels

Die Investment-Bank Goldmann Sachs veröffentlicht mit ihrem neuen Bericht "Music in the Air" eine denkbar positive Prognose für die Entwicklung der Musikindustrie bis zum Jahr 2030.

Goldmann Sachs prognostiziert, dass – nach fast 20 Jahren kontinuierlichen Umsatzrückgangs – der derzeitige Aufwärtstrend der Musikindustrie zumindest bis zum Jahr 2030 anhalten wird. Laut eigener Hochrechnungen werden sich die Einnahmen der Musikindustrie bis dahin mit 131 Milliarden Dollar verdoppelt haben:

  • Einnahmen aus dem Live-Segment werden von 26 Milliarden Dollar (2017) auf 38 Milliarden Dollar steigen,
  • der Umsatz der Verlagssparte wächst von 6 Milliarden auf 12,5 Milliarden Dollar und
  • im Recorded Music-Bereich wachsen die Einnahmen von 30 Milliarden auf 80 Milliarden Dollar.

Wachstumsmotor

Hauptsächlicher Wachstumsmotor ist laut Goldmann Sachs die Gruppe der 18-34-jährigen. Diese geben mit 163 Dollar (Stand: 2015) jährlich mehr Geld für Musik (in allen Bereichen) aus als der Durchschnitt (152 Dollar).

Bevorzugte Methode des Musikkonsums – nicht nur dieser Generation – ist das Audiostreaming auf dem Smartphone. Dies wird auch in Zukunft noch weiterhin an Popularität gewinnen: 

  • In entwickelten Märkten steigt die Verbreitung des mobilen Audiostreamings von 18 Prozent (2018) auf 37 Prozent (2030),
  • in neuen Märkten wächst es im gleichen Zeitraum von immerhin 3 Prozent auf 10.

Goldmann Sachs sieht es dabei als notwendig an, dass Auswahl und Kosten von Streamingdiensten sich nicht signifikant verändern: Ein großes Songangebot ist für 76 Prozent der Befragten einigermaßen wichtig bzw. sehr wichtig.

Sollten Labels also ihren Katalog von einer Streaming-Plattform entfernen, gefährden sie u.U. das Marktwachstum insgesamt. Gleiches gilt für Preiserhöhungen, bedingt etwa durch höhere Forderungen seitens der Musiklabels. 

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